Die Kreditkarte basiert auf pflanzlichen Rohstoffen und verursacht in der Produktion über 80 Prozent weniger klimaschädliche Treibhausgase.
Mehr als 130 Millionen Kredit- und Girokarten sind Schätzungen zufolge alleine in Deutschland im Umlauf. Würden sie alle aneinander gereiht, ergäbe dies eine Strecke von rund 11.000 Kilometern. Das entspricht ungefähr der Entfernung vom Nordkap bis nach Kapstadt in Südafrika. Sehr viel Plastik also, das durch die Nutzung von Bankkarten anfällt.
Plastik bei Giro- oder Kreditkarten lässt sich noch nicht vermeiden, aber die Art des Kunststoffs lässt sich verändern: Als erste Bank in Deutschland bieten wir künftig eine Kreditkarte aus Biokunststoff an. Sie wird aus Polymilchsäure (PLA) hergestellt. PLA wird aus Pflanzen gewonnen (z.B. aus Mais). Dies hat den Vorteil, dass für den Kunststoff keine fossilen sondern nachwachsende Rohstoffe verwendet werden. Außerdem entstehen bei der Produktion über 80 Prozent weniger klimaschädliche Treibhausgase.
Für die Einführung der neuen Kreditkarte haben wir bewusst unsere „GrünCardPlus MasterCard“ gewählt, die wir gemeinsam mit dem nachhaltigen Bonussystem Grünkauf auf den Markt gebracht haben. Die „GrünCardPlus MasterCard“ bietet die Vorteile herkömmlicher Kreditkarten, fördert aber gleichzeitig nachhaltigen und bewussten Konsum: Durch das Bonussystem werden bei jedem Einkauf Punkte gesammelt, die bei anderen nachhaltigen Partnern eingelöst oder auch gespendet werden können.
Eine Kreditkarte aus PLA ist noch nicht der Weisheit letzter Schluss. Das wissen wir auch. Bei der Entwicklung von Biokunststoffen gibt es noch Luft nach oben. Ideal wäre es zum Beispiel, wenn sie künftig aus biologischen Abfallprodukten hergestellt werden könnten, um keine Anbauflächen dafür verwenden zu müssen. Oder vielleicht braucht es künftig auch gar keine Karten mehr. So weit sind wir aber noch nicht. Uns ist es wichtig, den Verbrauch von fossilen Rohstoffen zu reduzieren. Wir glauben, dass die „GrünCardPlus MasterCard“ aus PLA ein Schritt in Richtung eines ressourcenschonenderen Lebens ist, nicht mehr und auch nicht weniger.
Mehr Informationen zu den Vor- und Nachteilen von PLA gibt es hier
Weltweit versuchen inzwischen immer mehr Menschen Plastikprodukte aus ihrem Leben verschwinden zu lassen und möglichst wenig Müll zu produzieren. Einige von ihnen bloggen auch darüber und geben wertvolle Tipps. Wir haben eine Auswahl unserer „plastikfreien“ Lieblingsblogs zusammengestellt.

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